Biografie Hans-Jakob Hanrath

Hans-Jakob Hanrath (geb. 1944) ist ein Vollblutmusiker und Frühstarter: bereits mit 16 Jahren machte er sich von seinem Geburtsort Bourheim bei Jülich auf nach Aachen zum Studium der Kirchenmusik. Im September 1964 bestand er die Prüfung zum hauptamtlichen Organisten und Chorleiter am dortigen Gregoriushaus-Konservatorium (der heutigen Kirchenmusik-Hochschule).
Hans-Jakob Hanrath

Erste Erfahrungen sammelte er zu dieser Zeit als Chorleiter in Herzogenrath. Der 20-jährige Hochschul-Absolvent führte dort bereits die Missa brevis in C von Mozart mit Orchesterbegleitung auf. Von 1966 bis 1968 folgte ein Studium der Musikpädagogik an der Rheinischen Musikschule in Köln.

an der Orgel - 1966

Seit 1965 ist Hans-Jakob Hanrath musikalischer Leiter unseres Kirchenchores – durch einen Zufall: Als Bundeswehrsoldat wurde er in Köln-Longerich stationiert. Dort etablierte er zum ersten Mal in der Geschichte der Kaserne einen Soldatenchor. Eine Novität, die sich nach seinem Wehrdienst dort nicht wiederholen sollte. Die Longericher Gemeinde St. Dionysius suchte gerade einen Organisten, und mit der Erlaubnis seines musikbegeisterten Spiess durfte Hanrath die Stelle dort antreten – und füllt sie mit Begeisterung auch nach nunmehr 38 Jahren immer noch aus. In dieser Zeit gelang es ihm, die Zahl der aktiven Sängerinnen und Sänger von 14 auf heute 59 zu steigern.
Geprägt sind diese Jahre vor allem durch viele musikalische Höhepunkte, von denen hier nur einige genannt sein sollen:

• die Einübung der „Missa brevis in C“ von W.A.Mozart bereits 1966 zum 100-jährigen Jubiläum

• die Einstudierung des „Halleluja“ aus dem „Messias“ von G.F.Händel 1968

• 1973 die Aufführung der Messe in B-Dur von W.A.Mozart anlässlich des Goldenen Priesterjubiläums von Pfr.Clemens Meng

• das erstmalige Erklingen des siebenstimmigen „Tu es Petrus“ von F.Liszt anlässlich der Weihe der Marienkirche in Lindweiler 1981

• 1984 die Messe in G-Dur von W.A.Mozart

• 1986 anlässlich des 120-jährigen Jubiläums dann die
„Paukenmesse“ von J.Haydn mit dem Rundfunkorchester Köln

OB Burger

• 1994 wurde die „Missa pro Patria“ von Johann Baptist Hilber ins Repertoire aufgenommen

Ehrennadel Sängerbund

• 1996 dann zum 130-jährigen Jubiläum die „Krönungsmesse“ von W.A.Mozart

• 1999 stand die Erstaufführung der „Pastoralmesse“ von Ignaz
Reimann auf dem Programm

• 2000 anlässlich des Festgottesdienstes zum 100-jährigen Bestehen unserer Pfarrkirche erklang dann die Spatzenmesse von W.A.Mozart.

• 2001 ein „Best-of“- Festkonzert zum 135-jährigen Bestehen mit Auszügen aus Mozarts „Krönungs“- und „Spatzenmesse“, Haydns „Paukenmesse“ sowie Werken von Buxtehude, Liszt und Händel

• 2003 die Konzertreise nach Antwerpen mit der Aufführung der „Choralmesse“ von Anton Bruckner mit Musikern der Belgischen Philharmonie

Diese Aufzählung ist willkürlich, sie lässt viele geistliche und weltliche, lateinische und deutsche Gesänge außer acht, die der Chor unter Hans-Jakob Hanrath einstudiert hat und noch einstudiert.

Presse
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Durch die Kontakte des Chorleiters entstand eine enge, freundschaftliche Bindung zu zahlreichen international renommierten Solisten wie beispielsweise Tenor Gary Bennet (Oper Sydney/Oper Köln), Sopranistin Susanne Kelling (Staatsoper München) und Bassist Andreas Hörl (Staatsoper Hamburg). Das gleiche gilt für die diversen Orchestergemeinschaften, die immer wieder gerne kommen, wenn „Männ“ ruft !
Der vielbeschäftigte Musiker unterrichtet an 2 Schulen, etablierte einen Kinderchor in Longerich, gibt zahlreichen Schülern Privatunterricht an Keyboard und Klavier und pflegt regelmäßig sein Hobby Saxofon, dessen charakteristischen Klang er auch in seine klassische Arbeit einfließen lässt.
Von 1968 bis 1972 leitete er zudem noch den Herbol-Werkschor und ist heute parallel musikalischer Leiter des Quartettverein Köln-Longerich und des Männergesangvereins Köln-Weiler/Volkhoven.
Einmal im Jahr tritt er schließlich als Keyboarder mit der Band „Die Cillis“ auf, eine Tanzmusikgruppe die der kölschen Mundart fröhnt – und konsequenterweise ausschließlich aus ehemaligen und aktuellen Mitgliedern unseres Chores besteht.

Wir hoffen auf noch viele Jahre der Zusammenarbeit mit unserem unnachahmlichen und unbeschreiblichen Chorleiter, so dass wir immer wieder die Fürbitte sprechen können:

"Wir bitten dich, hilf uns, wenn es uns schwer fällt, nach einem arbeitsreichen Tag Woche für Woche den Ansprüchen unseres
Chorleiters gerecht zu werden."

Lesen Sie auch das Interview mit Hans-Jakob Hanrath aus der Kölnischen Rundschau, 1991